Maßnahmen gegen Radon

 

1. Einfache Gegenmaßnahmen:

Um eine Radonbelastung im Haus zu verhindern oder möglichst gering zu halten ist es wichtig Unterdruck im Haus zu vermeiden. Dies führt zu verstärktem Ansaugen von Radon aus dem Untergrund. Aber auch andere, meist einfache Maßnahmen kommen zur Verhinderung in Frage:

  • Fenster an der vom Wind zugewandten Seite öffnen
  • Kein Anbringen von Ventilatoren in Nassräumen und Küchen
  • Verhindern von thermischen Auftrieben in Kaminen
  • Ausreichende Belüftung von Heizungsbrennern
  • Regelmäßiges Lüftung von Räumen (besonders Kellerräume)

Bei erhöhten Radonwerten ist als Sofortmaßnahme das tägliches Stoßlüften bestens geeignet. Ein angemessener Austausch der radonbelasteten Luft erfolgt durch Querlüften. Für eine dauerhafte Radonvermeidung ist einfaches Lüften ungeeignet.

Der Umfang hängt vom Ausmaß der Radonbelastung und den baulichen Gegebenheiten ab.

 

2. Bauliche Gegenmaßnahmen, die getroffen werden können um das Einströmen von Radon in Kellerboden oder Kellerdecke verhindern oder verringern:

  • Abdichten von Rissen und Fugen in Böden und Wänden, welche mit dem Untergrund in Kontakt sind
  • Leitungen, die vom Erdreich ins Haus führen, sollten abgedichtet werden, ebenso wie Wände zwischen bewohnten und unbewohnten Bereichen
  • Kellerboden sollten aus Beton, nicht etwa aus Erde oder Kies errichtet werden

 

3. Fachmännische Sarnierung bei hohen Radonentlastungen

Ist die Radonkonzentration in Gebäuden extrem hoch, genügt es nicht mehr einfach nur zu lüften oder abzudichten. Nur eine fachmännische Sanierung unter Berücksichtigung der baulichen Gegebenheiten führt hier zum Ziel.

Für die Sanierung stehen folgende Konzepte zur Auswahl:

  • Mit Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung erreicht man eine sehr gute Radonentlastung. Man nennt diese Maßnahme auch aktive Wohnraumlüftung (zentrale Lüftung oder auch dezentral)
  • Frische, radonarme Luft kann durch einen Ventilator in den Keller geblasen werden. Dadurch entsteht im Untergeschoss ein leichter Unterdruck, der das Einströmen von Radon verhindert
  • Mit einem senkrechten Rohr, welches durch das Fundament in den Boden eingesetzt wird, kann radonhaltige Luft unter der Bodenplatte abgesaugt und ins Freie geblasen werden. Der Ventilator hat eine Stärke von etwa 80 bis 100 Watt.
  • Maßnahmen, die nur mit einem Fachmann durchgeführt werden sollen sind: das Nachbetonieren eines Kellers, der Einbau von Folien oder Ventilationsanlagen und das Abdichten des Wohnbereichs gegenüber dem Keller, sowie das einziehen eines Zwischenbodens mit einer belüfteten Schotterschicht (Drainage) Der Experte entscheidet darüber hinaus, welche Maßnahme für das entsprechende Gebäude am geeignetsten ist.

Radondrainage

Bildquelle: Bundesamt für Strahlenschutz

 

 

 

Sie haben durch Messungen erhöhte Radonwerte (bereits ab 200 Bq/m³) in Ihren Wohn- oder Kellerräumen festgestellt und Sie fragen Sich was nun?

Als sofort Maßnahme hilft oftmals ausgiebiges Stoßlüften und das Abdichten von großen Rissen im Boden. Als langfristige Maßnahme sollten Sie sich jedoch  ernsthafte Gedanken über eine Radonsanierung machen, um nicht unnötig Ihre Gesundheit zu gefährden.

 

Radonsanierungen kosten bei weitem nicht so viel, wie oft vermutet wird. Auch die Umsetzung der Radonsanierung geht schneller und unkomplizierter vonstatten als die meisten Betroffenen glauben würden.

 

Schreiben sie uns über unser Kontaktformular an und wir lassen Ihnen über einer unserer bekannten und bewährten Partnerfirmen entsprechendes Informationsmaterial zukommen.