Die Radonkonzentration unterliegt Schwankungen

 

Radon ist in Häusern und Gebäuden unterschiedlich stark konzentriert, was vor allem an tageszeitlichen Schwankungen liegt. Dafür sind natürliche Effekte wie Änderungen von Temperatur, Luftdruck und Wind verantwortlich. Aber auch die Lebensgewohnheiten der Hausbewohner führen zu diesen Schwankungen.

Am Tag führt das Öffnen von Fenstern und Türen zu einer Verdünnung der radonhaltigen Raumluft. Nachts ist das anders, da dort der Luftaustausch meist nicht im gleichen Ausmaß stattfindet.

Die Abbildung stellt die Radonbelastung in einem Keller dar. Der Zeitraum beträgt eine Woche. Deutlich zu erkennen ist das Wochenende, an dem weniger gelüftet worden ist. 

Datei:Radon-indoor-one-week.svg

Bildquelle: Wikipedia (A1000)

 

 

Auch jahreszeitliche Schwankungen treten auf. Im Winter ist die Radonbelastung deutlich höher als in den Sommermonaten. Dieser Unterschied wird grafisch als sogenannte „Welle“ dargestellt. Besonders bei Bodenfrost steigt die Konzentration von Radon stark an.

 Radonkonzentration bei Bodenfrost

Bildquelle: provinz.bz.it



Die Erhöhung des Radongehalts liegt an folgenden Faktoren:


  • Sinken die Temperaturen, so wird mehr geheizt. Der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur sorgt für einen noch größeren Unterdruck im Kellergeschoss. Dadurch wird dem Boden noch mehr Radon entzogen
     
  • Im Winter findet Radon den Weg in Gebäude einfacher. Da Wiesen oder Gärten meist gefroren sind, kann das Gas nicht wie im Sommer entweichen.
     
  • Dazu kommt, dass im Winter meist nicht häufig genug gelüftet wird, was normalerweise zu einer Verdünnung des Radongehalts führen würde.
 

Ein weiteres Phänomen ist die unterschiedliche Belastung von benachbarten Häusern. Dafür ist nicht nur die unterschiedliche Beschaffenheit des Untergrunds verantwortlich, sondern auch abweichende Bauweisen oder Lebensweisen der Hausbewohner. Diese Tatsache macht deshalb ein Abschätzen der Radonkonzentration für Neubauten schwierig. Um sicher zu gehen, dass keine Gefährdung vorhanden ist, müssen konkrete Messungen vorgenommen werden.