Die Messung von Radon

Durch seine Eigenschaften kann Radon vom Menschen nicht wahrgenommen werden. Die Feststellung von radonbelasteten Gebäuden erfolgt durch spezielle Messverfahren- und Methoden. Je nach Untersuchungsmedium (Raumluft, Bodenluft oder Wasser) und Problemstellung (Kurz- oder Langzeitmessung) wird die passende Methode gewählt.

 

Kurzzeitmessungen:

  • Bei der Spotmessung wird die Radonkonzentration an einem bestimmten Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt gemessen

 

Langzeitmessungen:

  • Nur durch sie gelingt es, die jahreszeitlichen Schwankungen  von Radon  zu berücksichtigen. Deshalb soll Sommer wie Winter gemessen werden.
  • Mit dem Messgerät Ramon 2.2 erhält man nach wenigen Tagen/Wochen aussagekräftige Ergebnisse. Aus diesem Grund zeigt das Messgerät erst nach 48 Stunden einen ersten Wert an.

Je niedriger der gemessene Radon-Wert ist, der nach 48 Stunden angezeigt wird, desto länger sollte man die Messung laufen lassen, um ein exaktes Ergebnis zu erhalten. D.h. bei Werten unter 500 Bq/m³ sollte die Messung mindestens eine Woche dauern optimal sogar zwei.

Je höher der angezeigte Wert ist, desto kürzer können die Messungen ausfallen.

Jedoch sollte jede Messung zwischen 4-10 Tagen dauern, um ein repräsentatives Ergebnis zu erhalten.

 

An welchen Orten soll gemessen werden:

  • In Zimmern, an denen man sich am meisten aufhält wie Wohn-, Schlaf- oder Kinderzimmer. Radon dringt über den Keller ins Haus, deswegen wird der aussagekräftigste Wert erwartet
  • Geiger-Müller-Zähler sind nicht geeignet

 

Wie funktioniert die Messung?


Je länger eine Messung am gewünschten Ort durchgeführt wird, um so sicherer kann man die Radonkonzentration bestimmen. Das Messgerät Ramon 2.2 zeigt beispielweise erst nach 48 Stunden ein erstes Ergebnis an. Ein gutes Messergebnis erhält man bei einer Messung zwischen 4 und 14 Tagen am gewünschten Messort. (je niedriger der Wert, desto länger sollte die Messung für ein exaktes Ergebnis laufen)

Wechselwirkungen der ionisierenden Strahlung mit Materie helfen, um Radonbelastungen messbar zu zeigen. Hierzu gibt es die folgenden Messmethoden.

  • Ionisation in einem Oberflächensperrschichtdetektor aus Silizium (Ramon Messgerät)
  • Szintillation in silberdotiertem Zinksulfid (Lucas-Zelle)
  • Erzeugung von Spuren in Kunststofffilmen

Die Wechselwirkungen werden durch die Alphastrahlung bei der Kernumwandlung von Radon und Polonium ausgelöst. Um eine Verfälschung der Messung zu vermeiden darf nur Radon in die Messkammer und zum Detektor kommen und nicht etwa seine Folgeprodukte. Eine Möglichkeit dies zu verhindern ist der Einsatz von Filtern oder das Gehäuse selbst.