Radioaktive Strahlung ist für den Menschen allgegenwärtig. Dabei trifft uns tagtäglich nicht nur die aus dem Weltraum einfallende kosmische Strahlung, die auch Höhenstrahlung genannt wird, sondern auch die sogenannte terrestrische Strahlung, verursacht durch natürliche radioaktive Elemente in Boden und Gestein. Die Strahlung trifft uns ununterbrochen  – ist jedoch unbedenklich, da sich der Mensch im Laufe der Evolution an sie Gewöhnt hat.

Bei dem radioaktiven Edelgas Radon ist das anders. Von ihm geht eine Gefährdung aus. Radon steckt in Böden und Gesteinen, aber auch in Gewässern und in der Luft.


Weitere Eigenschaften von Radon:

 

  • geruchlos
     
  • geschmacklos
     
  • farblos
     
  • chemisch nahezu inert
     
  • radioaktiv
     
  • gasförmig

Radon wird ständig neu gebildet – aus seinem Mutternuklid Radium. Das geschieht in den natürlichen Zerfallsreihen von Uran und Thorium. Uran ist in minimalen Mengen im Boden vorhanden. Da es nicht stabil ist, zerfällt es zu Radium. Bis zu diesem Ablauf sind die Elemente fest und im Boden gebunden. Radon gibt hochenergetische Alpha-Strahlung ab und zerfällt weiter zu Folgeprodukten, die radioaktiv noch gefährlicher sind.

 

Zerfällt schließlich Radium, entsteht Radon. Das Gas kann nun aus dem Boden entweichen und ist gefährlich für den Menschen, weil es wandern kann. Diesen Vorgang nennt man Migration.

 Radon-aus-dem-Boden

 Bildquelle: Bundesamt für Strahlenschutz

Während Radon in der Luft stark verdünnt wird und somit fast unbedenklich ist, kann es in Gebäuden zu einer starken Schadstoffanreicherung kommen. Durch die Inhalation des nun konzentrierten Radons und seinen Folgeprodukten können Menschen an Lungenkrebs erkranken – eine enorm gefährliche gesundheitliche Belastung. Fünf bis 15 Prozent aller Lungenkrebsfälle sind dem radioaktiven Radon zuzuschreiben. In Österreich, der Schweiz und  in Deutschland sterben jährlich mehrere Tausend Personen an den Folgen Radons. Umso bedeutender ist heutzutage die Radonkonzentration im Wohnhaus. Sie ist hängt davon ab, wie der Untergrund beschaffen ist (Gesteinsart, Klüftung, welche Witterung herrscht (Temperatur, Feuchtigkeit) und aus welchem Material die Bausubstanz beschaffen ist (Alt-/ Neubau).

 

>>>> Entstehung von Radon